C64 FIBR

FIBR ist ein File Browser für den C64 und zeigt Verzeichnisse von original Commodore Floppys, SD2IEC (MMC2IEC) und MMC64 an. FIBR kann auch die Verzeichnisse (z. B. Festplatten-Images) von den Emulatoren VICE und Power64 anzeigen (auch mit Groß/Klein-Schreibung). Unser Ziel ist es, in Zukunft die meisten gängigen Cardreader und Festplatteninterfaces zu unterstützen. Der Browser ist komplett in Assembler programmiert und ausgesprochen schnell und kompatibel. Er unterstützt lange Dateinamen, Verzeichnisse und D64-Images. FIBR hat ein speziell für diesen Zweck entworfenes Interface mit modifiziertem Zeichensatz und (in einer späteren Version) auswählbaren Farb-Themes. Die Gestaltung ist sehr übersichtlich und funktional, die Schrift gut lesbar. Die Buchstaben sind kleiner als normale C64-Zeichen, um für eine bessere Lesbarkeit die Zeilenabstände zu erhöhen. Man kann zwischen verschiedenen Ansichten (1 Fenster oder 2 Fenster horizontal bzw. vertikal) umschalten und zwischen den Fenstern per Control-Taste springen. Es gibt einen proportionalen Scrollbalken und zu lange Namen werden sauber gekürzt.
Wie kam es zu der Idee, einen C64 File Browser zu entwickeln?
Retrofan: Als ich mir bei Shadowolf einen MMC2IEC-Bausatz (jetzt: sd2iec) bestellt hatte, der mir auf der Willow-Party 2007 freundlicherweise von Sushman (mit Unterstützung von DMC) zusammengebaut wurde, war ich von der ersten “modernen” Hardware, die ich an meinen C64 angeschlossen habe, schon recht angetan. Da ich aber auf der SD-Karte ausgiebig Gebrauch von Verzeichnissen machte, die ich jetzt erstmalig auf dem C64 nutzen konnte, fand ich das Navigieren durch die Ordner etwas mühselig. Keiner der gefundenen C64 File Browser unterstützte die neue Hardware (die meisten ohnehin jeweils nur genau eine Erweiterung), also war der Wunsch geboren, einen MMC2IEC-tauglichen File Browser nutzen zu können. Als ich ALeX meine Idee vortrug, war er sofort angetan. Wir sammelten also alle möglichen relevanten Infos, er fummelte sich stärker in die C64-Interna ein und fing an, die ersten Versionen des File Browsers zu programmieren. Ich entwickelte auf Basis von Entwürfen, die ich für einen Atari-Hardware-Emulator auf FPGA-Basis gestaltet hatte, die ersten Mockup-Screens, um die grundsätzliche Aufteilung und die optische Wirkung des Programms zu testen. Darauf basierend gestaltete ich einen (später immer wieder modifizierten) grafischen Zeichensatz mit allen nötigen Elementen (GUI-Elemente, Icons, Buchstaben), den ALeX dann als Basis für die Darstellung verwendete. Nach und nach entwickelte sich die Idee, mit dem Browser auch andere Hardware-Erweiterungen zu unterstützen, um die Entwicklung auch für Besitzer des iec-ata, des IDE-64 und anderer Hardware nutzbar zu machen.
Wie kam es zu dem Namen FIBR?
Retrofan: Das ist ein Kunstwort, das aus den ersten Buchstaben des Begriffs [Fi]le [Br]owser entstanden ist und gleichzeitig eine momentan beliebte Schreibweise der R-Endung aufgreift, wie sie bei Motorola-Produkten (RazR) oder auch Websites (FlickR) Verwendung findet. Ausgesprochen wird das Wort wie das englische “Fiber” (also mit “ai”).
Wie ist der derzeitige Stand?
Retrofan: Derzeit befindet sich FIBR noch im Alpha-Stadium. Momentan er  auf Commodore-Laufwerke (1541, 1571, 1581) und CMD-kompatible Laufwerke, sowie auf das sd2iec (ehemals MMC2IEC, mit aktueller Firmware von Unseen), IEC-ATA und IDE-64 zugreifen. Die verschiedenen Laufwerke werden automatisch erkannt und die Möglichkeiten von FIBR darauf angepasst. Falls das Laufwerk Verzeichnisse unterstützt, kann man mit FIBR dort hineingehen. Kann die Hardware D64 oder M2I-Dateien wie Verzeichnisse öffnen, kann man auch hier mit FIBR hinein gehen. Kann das Laufwerk lange Dateinamen oder Groß- und Kleinbuchstaben darstellen, werden auch diese korrekt in FIBR wiedergegeben. Spezielle C64-Grafikzeichen werden auf wenige, möglichst ähnliche Zeichen umgebogen, da wir in dem von FIBR verwendeten Zeichensatz neben Groß-und Kleinbuchstaben auch Zeichen für die Icons und GUI-Elemente benötigen, also keinen Platz für alle C64 Grafikzeichen haben. FIBR erkennt Dateitypen an Datei-Endungen (wie .koa) sowie an Ladeadressen und Dateigrößen, ordnet ihnen Icons zu und sortiert alle Dateien erst nach Typ und danach alphabetisch. Man kann entweder mit einem Fenster oder mit zwei Fenstern (in unterschiedlichen Anordnungen) arbeiten und so die Verzeichnisse von verschiedenen Laufwerken gleichzeitig anzeigen lassen. Man kann in Verzeichnissen mit den Cursortasten (und F5/F7, seitenweise: F6/F8) scrollen (optisch unterstützt von proportionalen Scrollbalken), mit [Return] oder [Space] in Ordner, D64s oder M2Is springen und mit [Cursor-Links] oder [Linkspfeil] in ein übergeordnetes Verzeichnis zurück kommen. Programme werden mit [Return] oder [Space] gestartet, wenn möglich, wird ein Fortschrittsbalken während des Ladens angezeigt. Rudimentäre Joystickfunktionen sind integriert.
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11 Responses to “C64 FIBR”


  • Any new version of FIBR?

  • sorry, no.

  • hi,
    ersteinmal: sehr cooler filebrowser 😉

    1.) sind beim ide64 auch partitionen anwählbar bzw. ist das abgedacht? habe es nicht hinbekommen!
    2.) ist eine weiterentwicklung vorgesehen?

    greets
    aRcAdEsTaTiOn

  • erst einmal: danke!

    zu 1) ich glaube, das funktioniert nicht (wir haben leider kein IDE64 zum Testen)
    zu 2) eigentlich schon – aber irgendwie haben wir die Kurve noch nicht bekommen, damit weiter zu machen.

  • Hallo. Also ich habe hier ein C64DTV und einen C64 mit je einem SD2IEC-Floppy dazu. Am C64 habe ich ausserdem ein Final-Cartridge-3 Modul hängen, welches einen guten Fastloader mit integriert hat.
    Wenn ich nun den SD2BRWSE-Filebrowser am SD2IEC nutze, bleibt der Fastloader des Final-Cartridge-3 erhalten und er lädt die Files dann entsprechend schnell. Das ist super, denn so muss man nicht jedesmal vorher das Fastloader-Programm “SJLOAD” laden, sondern kann sofort den Filebrowser laden lassen.
    Leider klappt dies mit dem FIBR-Browser nicht bei mir. Das Programm übernimmt den Fastloader anscheinend nicht und lädt die Files viel langsamer. Das ist sehr schade, da mir FIBR vom Aufbau her sehr gut gefällt und eigentlich komfortabler als SD2BRWSE ist.
    Daher meine Frage – ist geplant, mal eine neue FIBR-Version herauszubringen, die mit dem FC3-Fastloader zusammenarbeitet?

  • Hi,

    first of all for FBIR, very useful, good-looking tool :-) I have one question however, when using FIBR with SD2IEC it’s quite slow even though I have Final III and Action Replay carts. Looks like FIBR only supports JiffyDOS to load very quickly. Could you please update FIBR, so it supports common Final/Action Replay fastloaders? It would be greatly appreciated :-)

    best regards,
    Andrzej

  • Hi,

    Would you be able to modify FIBR to recognise Jim Brains uIEC device, which uses the sd2iec firmware but reports itself as UIEC in the drive ID string? Without the recognition I cannot access image files.

    Thank you

    Mike

  • RETROFAN? Hello??? Would be nice, if you could answer some of the questions here.

  • FIBR sieht gut aus, aber die Tatsache dass Fastloader, wie etwa der des Final-Cartridge-3 nicht erhalten bleiben und man somit ewige Ladezeiten hat mit FIBR, sind ein so grosser Minuspunkt, dass man den Browser eigentlich kaum benutzen kann. Denn der sehr einfach gehaltene SD2BRWSE funktioniert anstandslos mit dem FC3-Fastloader und auch mit SJLOAD. Software ist damit dann in wenigen Sekunden geladen.

    Der neu erschienene NAV-Browser hat genau das gleiche Problem wie FIBR mit Fastloadern. Was nutzt einem also ein schön aussehender Browser mit jeder Menge Einstellmöglichkeiten, wenn die wesentlichen Punkte, wie etwa Fastloader-Kompatibilität, nicht berücksichtigt wurden?

    Ich bleib jedenfalls beim SD2BRWSE, oder dessen Nachfolger, dem CBM-Browser. Die sehen zwar nicht so toll aus, wie NAV oder FIBR, aber sie bieten was man wirklich braucht im schnellen Handling mit dem SD2IEC, nämlich Unterstützung vieler Fastloader.

  • Schade dass Retrofan gar nicht mehr antwortet, beziehungsweise auch nichts mehr darüber verlauten lässt, ob Updates, wie etwa Modul-Fastloader-Unterstützung (FC3, AR3) geplant sind. Kann doch nicht so eine grosse Sache sein, diesen blöden Ladebalken wegzulassen und dafür die viel sinnvollere Fastloader-Unterstützung einzubauen.

    Wer will schon minutenlang den FIBR-Ladebalken anglotzen, während Browser wie der viel ältere SD2BRWSE die Onefiler-Games in sekundenschnelle laden, wenn man beispielsweise ein FC3-Modul angesteckt hat.

    Ich nehme mal an, dies wäre für die Programmierer, auch recht einfach für FIBR zu realisieren. Aber scheint leider kein Interesse in der Hinsicht zu bestehen und deshalb benutzen viele Leute den FIBR dann nicht, zumindest diejenigen die kein JiffyDOS, sondern ein anderes Modul am C64 haben.

  • Ich gebe zu, dass ich die Beantwortung der Postings hier habe schlüren lassen – auch weil wir von Spam überrannt wurden. FIBR wird momentan nicht weiterentwickelt, sodass auch so schnell keine weiteren Verbesserungen integriert werden. In erster Linie war das Tool für uns und unsere Konfigurationen gedacht (SD2IEC mit JiffyDos) und da arbeitet es einwandfrei. ALeX hat noch weitere Geräte-Unterstützung eingebaut aber nicht mehr zu Ende geführt, daher wurden auch keine anderen Fastloader beachtet. Es geht auch nicht um den Balken, sondern um die Art und Weise, wie Verzeichnisse gelesen werden. Man könnte das umbauen und bei der Gelegenheit auch den Ladebalken entfernen aber trivial ist das eben nicht (wie fast jede C64-Programmierung). Z.Z. haben wir uns eher der Spiele-Entwicklung auf dem C64 zugewandt (SPACE LORDS, SpaceChem …) und erst, wenn ALeX mal wieder Lust dazu hat, den “alten” FIBR Code anzufassen, wird sich an der Situation etwas ändern. Ich weiß aber nun mal nicht, wann das sein wird, obwohl ich auch noch gerne die eine oder andere Funktion integriert hätte.

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